Erdwärmepumpe in München – die Erdsonde als Wärmequelle
Die Erdwärmepumpe – fachlich Sole-Wasser-Wärmepumpe – nutzt die über das Jahr nahezu konstante Temperatur des Erdreichs in 100 bis 300 Metern Tiefe. Das Ergebnis sind hohe Jahresarbeitszahlen von 4.0 bis 5.0: Aus einer Kilowattstunde Strom werden vier bis fünf Kilowattstunden Wärme.
Stärken einer Erdwärmepumpe
- Hohe Effizienz: Die beste Jahresarbeitszahl unter den Wärmepumpenarten.
- Niedrige Betriebskosten: Weniger Stromverbrauch als bei Luft-Wasser-Systemen.
- Unabhängig von der Außenluft: Auch bei Frost volle Leistung.
- Langlebig: Erdsonden werden für Jahrzehnte ausgelegt.
- Kein Außengerät: Keine Schallemissionen im Garten oder Innenhof.
- Kühlung im Sommer: Das Erdreich kann zur passiven Kühlung genutzt werden.
Erdsondenbohrung – Ablauf und Genehmigung
Die Bohrung ist der zentrale und aufwendigste Schritt:
- Vorprüfung: Abklärung, ob Untergrund und Genehmigungslage eine Bohrung zulassen.
- Antragsverfahren: Einreichung bei der zuständigen Behörde; je nach Standort auch wasserrechtliche Belange.
- Bohrung: Durch ein zertifiziertes Bohrunternehmen, je nach Tiefe und Untergrund mehrere Tage.
- Sondeninstallation: Einbringen der Sonden und fachgerechtes Verfüllen.
- Anbindung: Verbindung der Sonden mit der Wärmepumpe im Gebäude.
Wichtig für München: Nicht jedes Grundstück ist für Erdsonden geeignet. Dichte Bebauung, Grundwasserschutzgebiete und die Zufahrt für das Bohrgerät schränken die Möglichkeiten ein. Eine frühzeitige Prüfung spart Zeit und Geld.
Kosten einer Erdwärmepumpe
| Erdsondenbohrung (1–2 Sonden à 150–250 m) | 15.000 € – 30.000 |
| Wärmepumpengerät | 12.000 € – 18.000 |
| Installation & Inbetriebnahme | 10.000 € – 15.000 |
| Genehmigung & Planung | 3.000 € – 5.000 |
| Gesamtinvestition | 45.000 € – 70.000 |
| Abzüglich Förderung | – 8.000 € – 15.000 |
| Effektive Kosten | 37.000 € – 55.000 |
Erdsonden oder Erdkollektoren?
Neben den vertikalen Sonden gibt es horizontale Erdkollektoren, die in 1,5 bis 2 Metern Tiefe verlegt werden. Sie benötigen jedoch eine große, freie Grundstücksfläche – in dicht bebauten Münchner Lagen ist das meist nicht realistisch. In solchen Fällen bietet sich statt der Erdwärme häufig die Luft-Wasser-Wärmepumpe an.
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